WienZWA -from Stuttgart to Straßburg

Karin Fest, Daniela Patz, 29.06.17 13:48
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WienZWA hat im Juni an zwei internationalen Konferenzen die Initiative sowie bisherige Ergebnisse präsentiert. Im Rahmen des “Automated Vehicle Test & Development Symposium” (20.-22.06.2017) in Stuttgart und beim “ITS Europe Congress” in Straßburg (19.-22.06.2017) wurde u.a. die Einbettung von Teststrecken ins urbane Umfeld mit internationalen Experten perspektivisch diskutiert.

Stuttgart - Beim “Automated Vehicle Test & Development Symposium” standen Validierungstools und -techniken, Testumgebungen sowie Methoden um das Automatisierte Fahren weiter zu entwickeln im Fokus. Bei der Interaktion von Fahrzeug, Mensch und Infrastruktur nimmt Verkehrssicherheit einen besonderen Stellenwert ein. Karin Fest (Kuratorium für Verkehrssicherheit) präsentierte gemeinsam mit Dr. Andreas Kuhn (Andata) den Sondierungsprozess der Teststrecke WienZWA sowie Ergebnisse daraus. Vor allem die geforderte internationale Vergleichbarkeit und Offenheit von Teststrecken erhielt vom Publikum große Zustimmung.

Straßburg - Die von Dr. Walter Aigner (HiTec Marketing Wien) organisierte Special Interest Session zum Thema “Connected and Automated Transport is coming to European Urban Areas” im Rahmen des “ITS European Congress 2017” stellte fünf ExpertInnen vor die Fragestellung wie Automatisiertes Fahren nachhaltig in die Stadt gebracht werden kann. Moderiert wurde die Session von Claire Depré (Head of Unit, DG Move, European Comission) und Stephanie Leonard (European Commission, DG MOVE).

Die besondere Herausforderung das vernetzte und automatisierte Fahren in die Stadt zu bringen liegt in der Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern wie Radfahrern, Fußgängern aber auch mit konventionellen Fahrzeugen. Robbin Blokpoel (Dynniq, The Netherlands) stellt das Projekt MAVEN vor, in dem der Forschungsfokus auf signalisierte Kreuzungssituationen liegt. Infrastrukturseitig war die ASFINAG mit Marko Jandrisits (ASFINAG, Austria) vertreten. Der Eco-AT Corridor sei ein Aushängeschild für Österreich und ein Role-Model für ein Europäisches Open Living Lab, das weiter genutzt werden müsse. Daniela Patz (Kuratorium für Verkehrssicherheit) stellte die Projekte WienZWA und Auto.Bus Seestadt vor. Die Seite der Verkehrssicherheit steht vor allem im städtischen Bereich vor besonderen Herausforderungen: Die NutzerInnen müssen von Beginn an mit einbezogen werden.

Diesen Ansatz verfolgt auch aktiv die Stadt Kopenhagen, wie Bahar Namaki Araghi (City of Copenhagen, The Technical and Environmental Administration, Traffic Department, Denmark) zeigte.

Auf europäischer Ebene gilt es die Zusammenarbeit weiter zu forcieren und voneinander zu lernen, wie Martin Bo?hm (AustriaTech – Federal Agency of Technological Measures Ltd., Austria) aufzeigte. Böhm, Generalsekretär der C-Roads Plattform, verwies dabei auch auf die Wichtigkeit, in einen offenen Lernprozess auf europäischer Ebene einzutreten.

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Zur AutorIn

Karin Fest und Daniela Patz sind als Projektleiterinnen (Innovation) im Kuratorium für Verkehrssicherheit für den Themenbereich automatisiertes und vernetztes Fahren zuständig.





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